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SUFFIZIENZ


Jedes Handy, jedes Kleidungsstück, jede leckere Mahlzeit, die wir uns gönnen, wird aus wertvollen Rohstoffen hergestellt. Diese Rohstoffe werden mit meist hohem Energieaufwand erzeugt, transportiert, weiterverarbeitet, wieder transportiert, im vielleicht klimatisierten Geschäft angeboten, von uns genutzt und letztendlich auch entsorgt. Dass das nicht endlos möglich ist, zeigen ein paar Zahlen: Für ein einziges Blatt Papier verbrauchen wir in der Herstellung ca. 10 Liter Wasser, ein Smartphone benötigt fast 1.000 Liter und ein Kilo Rindfleisch gigantische 15.000 Liter Wasser. Oder mal eine nicht so „nasse“ Zahl: Was meinst Du, wie viele Rohstoffe insgesamt für einen einzigen Computer aus der Erde geholt werden müssen, der nachher mit Zubehör nur ein paar Kilo auf die Waage bringt? Sage und schreibe eine halbe Tonne Erze, Erdöl und weitere Schätze müssen dafür gehoben werden!

Dafür, dass unsere Erde nicht weiter so wahnsinnig ausgebeutet wird wie bisher, kannst Du etwas ganz Einfaches tun: Sei zufrieden mit dem, was du hast. Kaufe weniger und repariere lieber deinen Rechner, wenn er mal hakt. Wenn Dich der Kaufrausch packt, schwing Dich auf Dein Rad und unternimm etwas mit Deinen Freunden. Da ist der Drang nach dem nächsten Konsumflash dann schnell vergessen und Du hast Deiner Gesundheit auch noch einen Gefallen getan.

Eigentlich müsste der Mensch doch glücklich auf diesem schönen Planeten sein. Eine flammende Rede für ein bescheideneres, naturnahes Leben hält Machenda Alese mit dem Text „Menschen(s)kinder“.

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www.bund.net/index.php?id=21811
www.virtuelles-wasser.de
www.ifixit.com


Energie sparen


Wusstest du, dass in Kohlekraftwerken oft Kohle aus Kolumbien und anderen Ländern verbrannt wird, die unter Missachtung internationaler Arbeitsrechte zu Tage gefördert wird? Oder dass für die Braunkohlegewinnung ganze Dörfer weggebaggert werden und zum Schluss saure Seen übrigbleiben, in denen sich kaum Leben entwickeln kann? Oder dass es immer noch keine Lösung für die Entsorgung von Atommüll gibt? Sicher, es wird immer mehr Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen. Trotzdem rückt der jährliche Erdüberlastungstag immer weiter nach vorne im Kalender. Das ist der Tag, an dem die Ressourcen, für die die Erde ein Jahr benötigt, verbraucht sind. 2016 lag dieser Tag schon am 29. April! Wie kannst Du Energie sparen? Eigentlich ganz einfach:
1. Die Heizung mal ein paar Grad runterdrehen und im Winter stoßlüften anstatt die Fenster auf Kipp zu lassen.
2. Beim Einseifen unter der Dusche das Wasser ausmachen.
3. Weniger Auto fahren. Sags Deinen Eltern! Falls sie sinnlos mit dem SUV herumkurven, gefährden sie auch Deine Zukunft und die ihrer künftigen Enkelkinder.
4. Nur die Geräte, Lampen etc. einschalten, die Du auch wirklich nutzt.
5. Weniger neues Zeug kaufen, mehr reparieren oder aus zweiter Hand besorgen.

Wenn wir sorglos Energie verschwenden, leiden auch Menschen auf anderen Kontinenten unter unserem Energiehunger. Franklin Lemus Garizao beschreibt in seinem Text, wie indigene Gruppen Kolumbiens vertrieben werden, u.a. weil für den Kohleabbau die Versorgung mit Trinkwasser immer schwieriger wird.

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www.power-shift.de
www.greenpeace.de


Weniger einkaufen


Eine sehr effektive Möglichkeit, zum Ausbremsen des Klimawandels beizutragen, ist es, einfach weniger zu kaufen. Allzu oft geben wir Geld aus, das uns nicht gehört, für Dinge, die wir nicht brauchen, um damit Menschen zu beeindrucken, die wir nicht mögen. Also, brauchst Du die neuen Sportschuhe wirklich? Ist das Smartphone wirklich komplett kaputt oder kannst Du es nicht doch reparieren? Muss es der zehnte Lippenstift und die fünfte Körperlotion sein? Wozu eigentlich ein noch größerer Bildschirm? Ist der Kleiderschrank nicht eigentlich doch schon voll genug? Vielleicht sparst du dein Geld lieber für ein Konzert oder für ein richtig gutes Fahrrad, das dich ein paar Jahrzehnte durch die Welt trägt…

Ein Plädoyer für die Wertschätzung wirklicher Werte gibt Franklin Lemus Garizao in seinem Text „Auf der Suche nach einem Schatz vergisst der Mensch die wahren Schätze, die er hat“ ab. Am Beispiel der Suche nach Gold zeigt er, wozu es führt, wenn die wahren Schätze ungesehen bleiben.

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www.wenigeristweniger.de
www.wwf-jugend.de/leben/energie-sparen


Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft kaufen


Wahrscheinlich kaufst Du noch nicht besonders viele Produkte aus Holz. Vielleicht planen aber Deine Eltern, sich eine neue Küche oder neue Gartenmöbel zu kaufen. Oder du bist gerade doch schon dabei, deine erste Wohnung einzurichten… Holz ist ein wunderbarer Rohstoff. Es sieht schön aus, macht eine gemütliche Atmosphäre, fühlt sich sogar gut an und der Hit: Es ist nachwachsend, also im Prinzip ziemlich ökologisch. Blöd wird es, wenn das Holz aus Urwäldern kommt oder wenn Wälder schneller gerodet werden, als sie nachwachsen können. Was kannst du also tun, um nicht versehentlich ein Stück Regenwald im Zimmer stehen zu haben, durch den sich ein paar Wochen vorher noch ein paar niedliche Äffchen geschwungen haben? Richtig Charakter hat natürlich, wer gebrauchte Möbel kauft. Wenn aber nichts Schönes dabei ist, helfen einem Siegel weiter, die an nachhaltige Holzprodukte vergeben werden. Ganz oben auf der Hitliste steht hierbei das bekannte FSC-Siegel.

Welche Auswirkungen rücksichtsloser Kahlschlag zugunsten kurzfristiger Profitinteressen haben kann und was für eine nachhaltige Forstwirtschaft getan werden muss, schreiben Seidou Bilajeta  und Akuete C* in ihren Beiträgen „Klimawandel auch eine Chance?“ und „Wir sitzen alle in einem Boot…“

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www.fsc-deutschland.de


Weniger heizen


Drei Viertel des gesamten privaten Energieverbrauchs gehen auf das Konto der Erzeugung von Raumwärme. Das heißt ganz klar, dass wir die Heizungsregler zu weit aufdrehen! Besonders Problematisch ist hierbei, dass der größte Teil der Heizenergie immer noch mit Erdgas und Erdöl erzeugt werden. Beides sind fossile Energieträger, es gibt sie nur in begrenztem Umfang und der größte Teil davon wurde in den letzten Jahrzehnten schon verschwendet. Außerdem: Je weniger es von etwas gibt, desto teurer wird es. Wir dürfen uns also langfristig auf stark steigende Energiekosten freuen. Also, jetzt schonmal üben: Heizung mal etwas kälter einstellen, einen Pullover übergezogen und weiter geht’s.

Naturschönheit genießen

Fühlst du dich auch manchmal ziemlich leer, wenn du stundenlang shoppen warst oder nachdem du eine Weile gezockt hast? Das geht vielen Leuten so. Eine richtig tolle Abwechslung ist es, mal mit Freunden ins Grüne zu fahren, durch den nächsten Wald zu streifen, für die Liebste oder den Papa einen Feldblumenstrauß zu pflücken, einen Tag am See zu verbringen, den Sonnenuntergang zu genießen, sich mal richtig auf das Rauschen der Natur zu konzentrieren. Falls Deine Freunde eher Couch-Potatos sind und du keine Lust hast, alleine über die Wiesen zu strolchen, kannst du dich auch einer Umweltgruppe oder den Pfadfinder*innen anschließen.

Eine kurze Vorstellung der Naturschätze in Kolumbien bietet uns Gina Pérez Sarmiento mit ihrem Beitrag „Unsere Vielfalt ist in Gefahr!“

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www.pbmv.de
www.naju-rostock.de
http://mv.bundjugend.de


Weniger fliegen


Du bist gerne unterwegs und entdeckst die Welt? An sich kein Problem. Es ist großartig, dass du dich für andere Ecken der Erde interessierst. Wenn es dir aber vor allem darum geht, mal richtig zu entspannen, alle viere von dir zu strecken und hin und wieder mal ins Wasser zu springen, dann schau doch mal, ob das auch ohne eine Flugreise möglich ist. Denn immerhin verschlingt eine Flugreise z.B. in die USA ungefähr so viel Energie, wie zum Beheizen eines kleineren Niedrigenergiehauses in fünf Jahren benötigt wird! Die Ostsee und die Mecklenburgische Seenplatte sind quasi um die Ecke und dort kannst du auch prima mit der Bahn und dem Fahrrad hinfahren. Wenn es doch mal etwas weiter weg sein soll, versuch‘s doch mal mit der Bahn oder dem Fernbus. Das sind die umweltfreundlichsten Fernverkehrsmittel. Falls es gar nicht anders geht, könntest Du darüber nachdenken, den CO2-Ausstoß Deiner Flugreise mit Klimaschutzmaßnahmen zu kompensieren, z.B. über Atmosfair.


Weiterlesen:
www.atmosfair.de


Bio-regional-fair einkaufen


Wahrscheinlich ist es dir wichtig, dass dein Konsumverhalten möglichst im Einklang mit der Natur ist, sonst hättest Du bestimmt diese Seite nicht aufgerufen. Dafür erstmal einen dicken Applaus! Was macht aber Lebensmittel wirklich nachhaltig? Ist z.B. Bio das Nonplusultra? Klar, Bio ist super, weil keine Pestizide und künstliche Düngemittel unsere Böden und das Grundwasser verseuchen. Noch besser ist aber Bio+Regional! Wenn ein Bioprodukt nicht erst um die halbe Welt reisen muss, um auf deinem Teller zu landen, dann wird logischerweise weniger Energie verbraucht. Die Königsklasse ist, wenn diese Lebensmittel dann auch noch saisonal sind, wenn du sie also in der Jahreszeit kaufst, in der sie am besten wachsen. Einen Apfel im Sommer? Eher nicht so, denn der hat entweder eine lange Reise hinter sich oder wurde monatelang energieintensiv gekühlt. Leckereien, die nicht in Europa zu produzieren sind, sollten möglichst aus dem Fairen Handel kommen, damit die Bäuer*innen auch von ihrer Arbeit leben können. Das alles ist zu teuer? Hmmm, schon richtig. Aber wenn du viel selbst kochst, kannst du wiederum eine Menge Geld sparen. Außerdem ist es schon ein größerer Genuss, wenn man eine teure faire Schokolade auf der Zunge schmelzen lässt, als wenn man zwei-drei Billigschokis verdrückt, bei der wahrscheinlich Kindersklaven bei der Ernte mitgeholfen haben.

In ihrer Kurzgeschichte „Das Schlimme Ende“ beschreibt die 12-jährige Luna Gifhorn den Traum von einer Welt ohne Kinderarbeit aus der Sicht eines Kindes, das in einer Bleigießerei arbeiten muss.

Dass sich auch die bäuerliche Landwirtschaft den neuen klimatischen Bedingungen anpassen muss, um langfristig bestehen zu können, beschreibt Seidou Bilajeta in seinem Text „Klimawandel in Togo“

Welche wichtige Aufgabe Maniok als Lebensmittel ihrer Region hat, erklärt Yetunde Massatu in ihrem Text „Mein Vater, Maniok und der Klimawandel“,

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http://de.wikipedia.org/wiki/Bio-Siegel
www.regional-saisonal.de
www.forum-fairer-handel.de


Auf Verpackungen verzichten


Wer kennt das nicht: Du kaufst dir ne Brezel am Bahnhof und in der Tüte landet noch ein Stück Papier, damit der Verkäufer das Gebäckstück bloß nicht mit der Hand anfasst und eine Serviette. Dabei wolltest du nur eine Brezel essen und keine Papierrecyclingfabrik eröffnen. Oder du kaufst im Supermarkt ein und fast alles ist ein-zwei-dreimal verpackt. Das alles ist Ressourcen- und Energieverschwendung in ihrer sinnlosesten Form. Also, was machst du? Klar: An der Brezelbude sorgt der Zusatz „bitte ohne Tüte“ nicht nur dafür, dass Du nicht mit Müll zugeschüttet wirst, sondern er bewirkt auch, dass der Verkäufer nach der dritten oder fünften bewussten Kundin merkt, dass es vielleicht angebracht wäre, vorher zu fragen, ob der salzige Weizenkringel in eine Tüte soll oder direkt in die Hand. Bei anderen Lebensmitteln kannst du einfach darauf achten, möglichst unverpackte Waren zu kaufen. In einigen Städten gibt es sogar schon Läden, in denen auf Verpackungen komplett verzichtet wird. Oder versuch doch mal, an der Käsetheke deine eigene, gründlich gereinigte Frischhaltedose rüberzureichen. Beim ersten Mal erntest du vielleicht noch komische Blicke, später gewöhnen sich die Käseschneider*innen daran.

Mit dem Verzicht auf Plastiktüten lässt sich der Klimawandel vielleicht nicht aufhalten. Dass aber große Veränderungen mit kleinen Schritten beginnen können, zeigt Anna Vanessa Jicha in ihrem Beitrag „Die Erde liegt in unseren Händen – Retten wir sie!“

Weiterlesen:
https://utopia.de/galerien/15-wege-zu-weniger-muell


Rad fahren


Die umweltfreundlichste Fortbewegung neben deinen Füßen, die dich Tag für Tag durch die Welt tragen, ist das Fahrrad. Eigentlich nichts Neues… Wahrscheinlich bist du ohnehin ein aktiver Mensch und fährst viel mit dem Fahrrad. Vielleicht gelingt es dir ja, auch andere Leute in deinem Umfeld für das Radeln zu begeistern. Schließlich ist es nicht nur gut fürs Klima, sondern auch für das eigene Wohlbefinden. Außerdem: Je mehr Menschen auf das Rad umsteigen, desto weniger Fläche wird für Straßen und Parkplätze gebraucht. Langfristig macht mehr Radverkehr also auch unsere Städte lebenswerter. Falls dir deine Stadt nicht fahrradfreundlich genug ist, kannst du dich auch mit anderen Menschen zusammenschließen und dich für eine umweltbewusstere Verkehrspolitik in deiner Stadt einsetzen.


Weiterlesen:
www.adfc.de


Reparieren statt neu kaufen


Spider-App? Riss im Hosenbein? Der Schrank gefällt dir nicht mehr? Also wegschmeißen und neu kaufen! Oder? Moment mal… Da war doch so eine Seite im Internet, auf der Smartphone-Reparaturen Schritt für Schritt erklärt werden. So lässt sich nebenbei noch eine Menge Geld sparen. Den Riss in der Hose kann vielleicht jemand nähen. Sieht danach wahrscheinlich genauso aus wie vorher. Möglicherweise erklärt dir auch jemand, wie eine Nähmaschine funktioniert. Dann kannst du es selber erledigen. Und der Schrank? Na ja, wirklich nicht mehr ganz schick, das Teil… Aber wie wär’s, wenn Du das gute Stück einfach nach Deinen Wünschen umgestaltest. Einfach mal die eigene Kreativität spielen lassen. Wann hat man schon die Gelegenheit, mal ein Möbelstück überzulackieren, zu bekleben oder vielleicht sogar bei entsprechendem Geschick selber umzubauen. Beim Upgraden kann dir vielleicht auch das örtliche Repair Café oder Upcycling-Atelier helfen.


Weiterlesen:
www.ifixit.com
www.repaircafe.org/de
http://de-de.facebook.com/UpcyclingAtelier
www.andersdenken.at/upcycling-kreativitaetstraining

Nutzen statt besitzen


WTF??? So teuer ist die neue Konsole? Oder das coole Zelt? Oder diese geilen Schuhe! Und dann stecken darin noch so viele Rohstoffe… In der Herstellung ist sie auch eine echte Belastung fürs Klima. Was tun, wenn der Habenwollen-Reflex sich trotz aller Vernunft nicht überlisten lässt? Du kannst Dir das Teil doch einfach mit ein paar Freund*innen zusammen kaufen. Mal ehrlich – richtig oft benutzen wirst du es eh nicht. Viele Dinge kann man sich auch super teilen. Spart Geld und der ökologische Fußabdruck bleibt überschaubar.

In ihrem Beitrag „Das letzte, das man verliert, ist Hoffnung“ beschreibt Galicia Benedetti zu welch schlimmen Zuständen eine Haltung führt, nach der stets jemand anders zuständig für den Schutz der Umwelt ist. Sie macht sich für mehr Eigenverantwortung stark. Jede*r von uns kann einfach anfangen, etwas zu tun. Dinge, die wir nicht so oft nutzen, mit anderen zu teilen, kann ein guter Schritt in diese Richtung sein.

Weiterlesen:
www.lets-share.de


Müll trennen


Trenne niemals Müll, denn er hat nur eine Silbe! Hmm, ja… gut aufgepasst im Deutschunterricht ;-) Ansonsten ist Müll trennen aber natürlich ein guter Beitrag zum Klimaschutz. Denn sauber sortierte Abfälle können bekanntlich wieder zu neuen Rohstoffen verarbeitet werden. Während Restmüll oft einfach in der Müllverbrennungsanlage zu Heizenergie umgewandelt wird, kann aus alten Verpackungen wieder neuer Kunststoff entstehen, aus Zeitschriften Papier etc. Noch besser ist es natürlich, Abfälle ganz zu vermeiden! Beispiel Getränke: Leitungswasser muss nicht geschleppt werden, kostet nur einen Bruchteil und ist mindestens genauso gut wie Flaschenwasser. Außerdem sparst Du, wenn Du jeden Tag zwei Liter trinkst, bei Leitungswasser pro Jahr 18 Kilogramm Kunststoff - ein Material, das vorwiegend aus Erdöl hergestellt wird. Falls ihr einen Garten habt, könnt ihr mit einem Komposthaufen aus organischen Abfällen wieder wertvolle Erde gewinnen.

Sebastián Blanco Girado (Welche positiven Wirkungen das Trennen und Recyceln von Abfällen mit sich bringt, fasst Sebastián Blanco Girado in seinem Artikel „Meine Ansicht zur Verwertung von Abfällen zusammen)


Sich bei einer Umweltschutzorganisation engagieren


Alleine retten wir das Klima nicht. Und mit vielen Gleichgesinnten macht es auch viel mehr Spaß. Hast du mal überlegt, dich in einer Umweltschutzorganisation zu engagieren? Oder in einer selbstorganisierten Initiative, die sich für den Klimaschutz stark macht? Manchmal gibt es auch einfach ein paar Leute in der Schule, die ähnlich wie du ticken und mit denen es Spaß macht, gemeinsam auf eine ökologisch nachhaltige Lebensweise hinzuwirken. Viele Organisationen haben auch Jugendgruppen, bei denen du sicherlich viele Gleichgesinnte treffen kannst. In Rostock und Greifswald gibt es auch die Möglichkeit, Schulungen zu besuchen und dann in Schulklassen Projekttage zu verschiedenen Umwelt- und Eine-Welt-Themen anzubieten. Falls dir politische Parteien sympathisch sind, kannst du auch bei deren Jugendorganisationen aktiv werden und deiner Stimme Gehör verschaffen.

Viele Umweltvereine organisieren regelmäßig Müllsammelaktionen, um die Natur von Verschmutzung zu befreien. So gibt es zum Beispiel einmal im Jahr den Coastal Cleanup Day, bei dem u.a. der NABU Abfälle an Küsten und Flussufern sammelt und entsorgt. Wie es aussehen könnte, wenn die Landschaft langfristig weiter verschmutzt würde, zeigt Eucario Blanco Girado mit zwei Bildern und seinem Beitrag „Dies werden die Blätter der Zukunft sein“

Azinza engagiert sich für eine Abmilderung der Folgen des Klimawandels. Warum sie das tut, schreibt sie in ihrem Beitrag „Aus fruchtbar wird furchtbar“

In seinem Text „Vier, die auszogen, die Ostsee zu schützen“ beschreibt Johannes Weber die Arbeit der Mitarbeiter des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung in Warnemünde.

Weiterlesen:
www.naju-rostock.de
http://mv.bundjugend.de
www.oekohaus-rostock.de
www.bildung-verquer.de

Eine Online-Petition starten


Dich ärgert, dass schon wieder eine neue Straße gebaut wird? Oder dass die Monatskarte so teuer ist, dass sie fast Dein ganzes Taschengeld auffrisst? Oder dass in deinem Nachbardorf eine Schweinemastanlage gebaut wird? Mittlerweile gibt es viele Online-Plattformen, auf denen du eine Petition veröffentlichen kannst. Damit sammelst du sozusagen Unterschriften von anderen Menschen, die die Sache ähnlich sehen. Oft werden politische Entscheidungen gekippt, wenn es zu viel Gegenwind aus der Bevölkerung gibt. In jedem Fall ist es immer besser, etwas für eine bessere Welt zu tun, als zuzuschauen, wie andere Menschen Entscheidungen fällen, die schlecht für Mensch und Natur sind. Ursprünglich waren Petitionen so etwas wie Bitten ans Parlament. Auch das gibt es heute noch. Dort bearbeitet ein spezieller Ausschuss die eingegangenen Petitionen und mit viel Glück wird die Frage dann tatsächlich im Landtag, Bundestag oder im Europäischen Parlament besprochen.

Über eine Beschwerde wegen wilder Müllablagerungen berichtet Galicia Benedetti in ihrem Artikel „Kein Respekt für das Leben“

Ohnmacht gegenüber ignoranten PolitikerInnen beschreibt Alina Manotas, die in einem Dorf lebt, dessen Bevölkerung unter dem Gestank von Industrieabfällen leidet, in ihrem Text „Wir sind nicht schuldig, aber wir leiden unter den Folgen“.

Weiterlesen:
http://weact.campact.de
www.change.org
www.openpetition.de
www.petition.landtag-mv.de
http://epetitionen.bundestag.de
http://petiport.secure.europarl.europa.eu


Mit Abgeordneten reden oder sie online befragen


Hast du dich eigentlich schon mal gefragt, wie du selbst am ehesten von etwas zu überzeugen bist, das dich vielleicht bisher gar nicht interessiert hat? Wahrscheinlich geht das am besten mit einem freundlichen Gespräch. Viele Menschen in der Politik treffen Entscheidungen, ohne so richtig zu wissen, wie die Menschen darüber denken, die mit diesen Entscheidungen leben müssen. Auch für sie ist es oft wertvoll, wenn Leute mal zu ihnen in die Bürger*innensprechstunde kommen und ihnen ihre Sicht auf die Dinge erklären. Falls dir dieser Schritt zu aufregend ist, kannst du auch über abgeordnetenwatch.de Fragen an Politiker*innen stellen. Deine Frage und die Antwort der/des Abgeordneten werden dann im Netz veröffentlicht. Hier kannst du auch sehen, welche Mitglieder des Bundestags wie abstimmen und wer für deinen Wahlkreis zuständig ist.

Viele Abgeordnete im Bundestag oder im Europäischen Parlament wissen nicht, welche negativen Auswirkungen Freihandelsabkommen zwischen industrialisierten und eher landwirtschaftlich geprägten Staaten haben können. Dennoch stimmen sie im Interesse der heimischen Unternehmen für solche Abkommen. Über die Folgen eines deregulierten Weltmarkts am Beispiel Westafrikas informiert Djado Koffi Wilfried in seinem Artikel „Klimaerwärmung und Landwirtschaft in Afrika“.

Jibade Kwame und Philipp Schirmacher schreiben in ihren Artikeln „Die Wetterlage und Doha“ und „Prima Klima, was geht mich das an oder wieder mal ein Weltuntergang?“, dass sie von Politik und Konferenzen nicht allzu viel erwarten. Vielleicht ein guter Anlass, mal ein erstes Wörtchen mit unseren EntscheidungsträgerInnen zu sprechen?


Weiterlesen:
www.abgeordnetenwatch.de


Straßentheater machen


Die Erwachsenen haben sich die Erde nur von Euch geborgt und trotzdem fahren sie mit dicken Autos durch die Gegend und konsumieren den Planeten kaputt. Zeigt ihnen doch mal, dass das nicht in Ordnung ist. Mit der Moralkeule ist das oft nicht so lustig, die meisten Menschen machen dann ja schließlich eher zu und hören weg. Eine unterhaltsame und sympathische Art, andere Leute für Umweltschutz und globale Gerechtigkeit zu begeistern, ist das Straßentheater. Hier kann man im Schutz einer Verkleidung oder einer überzeichneten Handlung sehr wirksam auf Probleme und mögliche Lösungen hinweisen. Vielleicht hat Euer DSS-Lehrer ja Lust, mit euch eine Szene einzustudieren, die ihr dann auf den Marktplatz tragt.

Fast schon theatral wirkt der Beitrag „Klimawandel“ von Marvin Scheipers, in dem er Wetterschwankungen auf die Spitze treibt. Vielleicht eine gute Anregung für ein Straßentheater?


Mit Bekannten über das Thema sprechen


Auch wenn es erstmal nicht nach viel klingt: In Gesprächen mit Freund*innen, der Familie oder anderen Menschen kannst du gut Aufmerksamkeit für ein Thema, das dich bewegt, erreichen. Besonders wenn dein*e Gesprächspartner*in merkt, dass es dir wirklich ein Herzensanliegen ist, aktiv für mehr Klimaschutz einzutreten, wirst du schnell merken, dass dein Gegenüber deinen Themen gegenüber aufgeschlossen ist. Wichtig ist, dabei nicht missionarisch rüberzukommen. Die meisten Menschen sind eher abgeschreckt, wenn jemand mit tollen Ratschlägen kommt. Aber du wirst schnell selbst herausfinden, welche Gesprächsstrategie zu dir passt und womit du andere für dein Anliegen begeistern kannst.

Auch das eigene Bewusstsein über Veränderungen lässt sich durch persönliche Gespräche schärfen. So beschreibt Clara Deifel in ihrem Artikel „Wintergäste“, wie sie im Gespräch mit ihrer Großmutter erfährt, dass früher ganz andere Zugvögel ihre Stadt „durchreisten“ als heute.

Sicherlich kann eine einzelne Person nicht das Klima retten oder die Erderwärmung stoppen. Doch haben wir nicht aus der Vergangenheit gelernt, dass gerade das Schweigen oder gelähmtes Nichtstun dazu führen kann, dass die zerstörerischen Kräfte zu viel Raum bekommen? Es ist wichtig, sich einfach einzumischen, erklärt Josianne Stange in ihrem Beitrag „Ein Thema, das mich angeht“

In ihrem Beitrag „Was muss ich tun“ schreibt Clara Deifel, wie es sich anfühlen könnte, wenn man als alter Mensch bereut, in seinem Leben aus Bequemlichkeit nicht für den Schutz der Erde aktiv geworden zu sein.





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