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FELIX-eine Robbe erzählt …

Chantal Wagner

VORSPIEL

ES ist ein warmer Tag. Die Vögel fliegen eifrig und die Fische schwimmen fleißig. Alles in einem sollte es ein guter Tag werden. Doch aus dem guten Tag wird ein dramatischer Alptraum. Naja, soweit sind wir noch nicht. Beginnen wir erstmal, so wie der Tag beginnt…

1.

DIE Sonne glitzert über die Wasseroberfläche, es weht ein ganz kleines Lüftchen und würden hier Menschen sein, würden sie jetzt wahrscheinlich in Gruppen kommen. Mal Kleine, mal Große. Das ist immer anders. Sie würden sich hier hinsetzen, auf eine Decke, die ist dann umringt von Körben und Taschen. Dort drin würde dann Essen sein und Trinken. In anderen Klamotten, Schuhe oder so etwas. Aber hier sind keine Menschen. Hier sind “ nur “ Tiere. Große, kleine, die meisten im Wasser, einige auf oder an den Inseln. Vor allem Robben haben sich hier verbreitet. Überwiegend Seelöwen, sonst noch ein paar Seehunde. Nun, bei den Seelöwen da gibt es einen : FELIX !!!!!

ER ist es, um den es hier geht. Denn jetzt kommt SEINE Geschichte … :

2.

„ BEEIL dich!“, rief ich Hook zu, „ Wir müssen rechtzeitig da sein! Oder hast du das vergessen?“ „Nee! Natürlich nicht! Aber weißt du wie schwer es ist mit vollem Bauch so schnell zu schwimmen?“ „ Tja, ich hab dir gesagt du sollst nicht so viele Fische essen!“ „Jaja! Ich weiß!“ „Los jetzt!“ So schnell wie wir können (das war nicht sehr schnell) schwimmen wir unserem Ziel entgegen. Ach ja, ich sollte mich vielleicht erstmal vorstellen : Mein Name ist FELIX. Und mein Kumpel dort ist Hook. Wir beide sind schon seid wir geboren sind gute Freunde. Und jetzt sind wir gerade auf dem Weg zum Wurfplatz, um unsere Jungen zu bewundern. Die werden nämlich gleich geboren. Da möchten wir auf jeden Fall dabei sein. „Da vorne ist es!“ rief mir Hook zu „Endlich!“ Ich konnte ihm nur zustimmen. So eine Reise war wirklich nichts für uns Beide. ; )

3.

„NA los! Ab nach oben!“ Wir tauchten auf. Doch das was wir nun sahen, raubte uns den Atem. Anstatt dem ewigen Packeis wo vereinzelt Robben drauf lagen, gab es jetzt ein riesigen Haufen Robben und nur ein Paar weiße Packeisflecken. „Was ist DAS?!?“ fragte Hook und ich dachte das Gleiche. „Das Packeis ist geschmolzen!“ hörten wir eine Seehunddame sagen. „Wir können so nicht werfen!“ das kam von einer anderen Robbe. „Aber so werden wir keine Nachkommen kriegen!“ ,sagte ich, „Dann werden wir aussterben!“ Ich merkte wie viel Panik in der sonst so eiskalten Luft herrschte. „Was wird bloß aus uns?“ Und obwohl Hook so leise wie noch nie sprach, verstand ich ihn genau. „Ich habe keine Ahnung.“

4.

„DAS ist ja mal ganz was Neues!“ Hook versuchte zu lächeln, aber es misslang ihm gründlich. Wenn MIR nichts mehr einfällt und Hook nicht mehr lachen kann, dann sind wir echt an der Schwanzflosse!! Da hörten wir auf einmal einen fürchterlichen Klageruf. „Mein Junges! Mein Junges!“ Die Worte kamen von einer jungen Seelöwen-Dame. Ihr Kind wendete sich nach allen Seiten. Es ist zu warm für das Neugeborene. Es ist am Sterben. Es erstickt. Ein letztes Zucken, dann war es vorbei…

5.

Dieses Junge war zu schwach. Aber wie viele sollen noch sterben, nur weil sie nicht “superstark“ sind??

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