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„Und sie erwärmt sich doch!“

Sophie Bergmann

Das Klima hat sich verändert. Gut so. Klimawandel ist der Normalfall. Klima verändert sich schon, solange die Welt existiert und wird dieses auch hoffentlich weiterhin tun.

Schon bevor der Mensch die Erdenbühne betrat, gab es wärmere und kältere Zeiten, mitunter auch abrupte Temperaturschwankungen um mehrere Grade innerhalb weniger Jahre.

Nun gibt es einen neuen Begriff: Klimakatastrophe. Ein Begriff, den Medien und Umweltaktivisten geprägt haben. Alle „gängigen“ Naturkatastrophen werden nun auf den Treibhauseffekt zurückgeführt, ganz unbenommen davon, ob es dafür nun wissenschaftliche Belege gibt oder nicht. Wetterextreme, Klimakatastrophen...DAS ist die Zukunft. Stürme, Fluten, Städte die zu versinken drohen...Endzeitprognosen wo man geht und steht, oder besser, wo man es noch kann.

Die Wissenschaftler sind sich lediglich darüber einig, das der Mensch das Klima beeinflusst. Das hat er schon immer. Und je größer die Weltbevölkerung desto größer wird sein Einfluss auch sein. Und es besteht Einigkeit über die erhöhte Konzentration der Treibhausgase und in dem Zusammenhang zum Vorhandensein einer Tendenz zur stärkeren Erwärmung der Atmosphäre. Inwieweit nun der Mensch den verursachten Treibhauseffekt zusätzlich durch künstliche oder natürliche Einflüsse verstärkt oder abschwächt, darüber herrscht keine Einigkeit.

Es droht uns ja nun bekanntlich wieder einmal eine Klimakatastrophe, diesmal eine Klimaerwärmung. Verantwortlich: Menschliches Fehlverhalten. Nun ja, Umweltsünden, Entwaldung, Überweidung, Wasser- und Luftverschmutzung... das ist eindeutig ein menschliches Fehlverhalten, und der Mensch sollte wahrlich verantwortlicher und durchdachter mit der Erde umgehen. Daran gibt es nichts zu deuteln. Aber Schuld an der Klimaerwärmung? Da war doch mal was...

... damals, Anfang des 15. Jahrhunderts bis etwa zur Mitte des 19. Jahrhunderts gab eine „Kleine Eiszeit“. Das Klima war relativ kühl, die Winter und die Sommer waren kalt, es hat viel geregnet, die Temperatur fiel während dieser Klimaschwankung um zwei Grad Celsius. Es kam zu Ernteausfällen und Hungersnöten.

Eine Klimaabkühlung also. Wer war damals verantwortlich für diese Klimakatastrophe? Die Hexen. Ja, wirklich, die Hexen.Die kleine Eiszeit war die große Zeit der Hexenverfolgung.

Zwischen 1450 und 1750 wurde drei Millionen Menschen, hauptsächlich Frauen, der Prozess gemacht. 60.000 wurden hingerichtet. Der Hexenexperte Brian P. Levack sagt „Dieser Blutrausch war Ausdruck großer Ängste in dieser Zeit, als die Klimaverschlechterung der kleinen Eiszeit zu Hungersnöten führte und Pestepidemien wüteten. Die Schuld gab man den Hexen, die angeblich mit dem Teufel paktierten und die göttlich-christliche Weltordnung untergruben.“ Mit zunehmender Verschlechterung des Klimas weiteten sich die Hexenprozesse noch aus.

Damals konnte keiner wissen, warum es so kalt war. Aber es war kalt. Heute wird die Erwärmung behauptet. Wenn nun heute der Mensch schuldig gesprochen werden soll, dann ist guter Rat teuer. Man kann ja unmöglich die ganze Menschheit bestrafen. Also ist es doch sinnvoll, erst einmal die zu bestrafen, die nicht an den Menschen als Ursache glauben. Oder die, die den ganzen Klimakatastrophen-Prophezeiungen nicht glauben, die sogenannten Klimaleugner.

So wurde im „Hohenloher Tagesblatt“ ein baden-würtembergischer Poltitiker zitiert:

„Wer den Klimawandel leugnet, mit dem muß genauso umgegangen werden, wie mit den Holocaustleugnern.“ Ein Professor soll auf der Home-Page seiner Grazer Uni die Todesstrafe für Klimaleugner gefordert haben.

Ja, sagt mal, seid ihr denn noch gescheit?

Andersdenkende diffamieren... hat man das nötig, wenn es hier wirklich um das Wohl der Menschheit geht? Das sehe ich doch eher politische oder religiöse Intentionen.

„Es gibt genug Wissenschaftler die dem ganzen Unsinn (der Klimawandeltheorien) widersprechen, aber die will ja kaum jemand hören. Die Ursache sind nicht zuletzt die Politik, die die Wissenschaftler belohnt, die das von ihr Gewünschte verkünden und die Medien, die von Untergangstheorien schon immer profitiert haben“, so ein Eintrag im Internet zum Thema.

Nun bin ich ja ein Verfechter des verantwortlichen Umgangs mit unserer Erde.Panikmache und Katastrophenszenarien, die unser Klima betreffen, Theorien dazu, die nicht bewiesen werden können, das alles lehne ich ab.

„Wer den Klimawandel leugnet, ist kriminell“, soll der Vorsitzende des Weltklimarates gesagt haben. Schön, bin ich es halt.

Die oben zitierten Worte des baden-württembergischen Politikers und des Grazers Professors jedoch, beunruhigen mich schon ein wenig. Aber da gehe ich jetzt einfach mal davon aus, dass sie diesen Artikel nicht lesen. Genau.

Oh, bleibt ja noch die Hexenverfolgung. Ach, das bin ich ganz relaxt: Hexenverbrennungen sind aus Klimaschutzgründen verboten.

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