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Meere und Küsten im Klimawandel

Wanda Böhringer

Das Meer hat mich schon immer besonders fasziniert, weil es eine andere Welt ist, die so unentdeckt und so wichtig für uns alle ist. Auch, weil gerade die Meere in unserer heutigen Zeit extrem gefährdet sind und wir jetzt handeln müssen um wenigstens noch das zu retten, was noch zu retten ist, finde ich es ganz besonders wichtig, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Man vergisst es manchmal aber der größte Teil der Erde ist mit Wasser gefüllt und wir sind es ihr und uns schuldig diese wunderschöne und mysteriöse Welt zu schützen. Denn ohne gesunde Meere sind wir auch nicht mehr lebensfähig. Dieses Thema liegt mir auch besonders am Herzen, weil ich immer, wenn ich am Meer bin die Verschmutzung und die Folgen von Überfischung sehen kann und ich finde, dass das nicht so weiter gehen kann.

Durch den Klimawandel steigt die Wassertemperatur in den Meeren. Dadurch sterben Korallen, die ein wichtiger Lebensraum für sehr viele Tiere und Pflanzen sind. Außerdem sterben durch die erhöhten Wassertemperaturen ganze Arten aus oder sind in ihrem ursprünglichen Lebensraum nicht mehr lebensfähig. Der Wasserspiegel steigt auch immer höher, da die Pole immer weiter schmelzen, das nimmt Lebensraum von vielen Tieren weg und durch den höheren Wasserspiegel können ganze Inseln unter gehen. Zudem führt der Anstieg von Co2 in der Atmosphäre zu einer Versauerung der Ozeane. Das heißt, dass sich der pH-Wert des Wassers verändert, was auf die Aufnahme des CO2 vom Wasser zurück zu führen ist. Dadurch wird das Wasser saurer. Das ist ein besonders großes Problem für Korallen oder Muscheln, weil sie dadurch Probleme haben ihre Skelette auf zu bauen. Besonders durch Düngemittel, die in den Ozean gelangen, erhöht sich der Nährstoffgehalt im Wasser. So gibt es einen sehr großen Pflanzenwachstum. Doch durch das Absterben dieser Arten wird dem Meer Sauerstoff entzogen. Dadurch entstehen sogenannte tote Zonen. In diesen Zonen gibt es extrem wenig Sauerstoff im Wasser und dadurch sind Tiere und Pflanzen in diesen Zonen nicht mehr lebensfähig. Dieser Prozess wird durch den Temperaturanstieg unterstützt und ist daher auch eine Folge des Klimawandels. Grundsätzlich bringt der Klimawandel das gesamte, hoch komplexe Meeresökosystem durcheinander, wie zum Beispiel ganze Nahrungsketten. Besonders das Plankton, das eine extrem wichtige Nahrungsquelle ist, geht durch den Klimawandel jährlich immer weiter zurück. Plankton ist für ca. 60% - 70% der Sauerstoffproduktion verantwortlich. Das bedeutet, dass der Klimawandel durch das schwinden von Plankton immer schlimmer wird.

Das sind alles wichtige Gründe, warum man die Meere schützen sollte. Deswegen muss die Politik dieses Thema jetzt ernst nehmen und klare Regeln durchsetzen. Ein Problem ist, dass die Zuständigkeit in vielen Bereichen des Ozans nicht ganz klar ist, weil einige Teile zu keinem Land gehören und sich deswegen auch niemand für den Schutz verantwortlich fühlt. Es wurden zwar auch schon einige konkrete Maßnahmen und regeln von Seiten der Politik festgelegt, wie zum Beispiel die Internationale Übereinkunft zur Regelung des Wahlfangs. Dennoch ist es ein Riesen Problem, dass die Regeln in den meisten Fällen nicht richtig kontrolliert werden und sich daher wenige Leute daranhalten, wodurch die Gesetzte wertlos werden. Es gibt zwar viele gute Ideen, doch oft scheitert es in der Umsetzung. Deswegen muss die Politik anfangen härtere Maßnahmen zu machen. Beispielsweise sollte man sehr viel mehr Teile des Meeres als Schutzgebiete einrichten und sich endlich Gedanken darüber machen, wie man das Meer nachhaltig bewirtschaften kann, so dass sich Korallenriffe wieder gut entwickeln können und sich die Fischpopulation erholen kann. Aber besonders wichtig daran ist, das angefangen wird diese Maßnahmen auch durch zu setzen und zu überprüfen ob diese auch eingehalten werden. Außerdem geht der Meeresschutz Hand in Hand mit dem Klimaschutz, denn die Meere leiden unter den steigenden Temperaturen. Deswegen muss man dringend das 1,5 Grad Ziel einhalten und aufhören weiter Kohle zu verbrennen, sondern auf erneuerbare Energien setzen.

Es liegt aber nicht nur an der Politik etwas für den Klimaschutz zu tun, sondern auch an uns. Deswegen muss man besonders auf seine Kaufentscheidungen achten, denn damit kann man einiges bewirken. Beispielsweise fördert man mit Produkten die zum Beispiel Palmen öl beinhalten oder von weit her transportiert werden mussten den Klimawandel, was auch einen Teil dazu beiträgt das sich die Lage des Meers verschlechtert. Außerdem ist es natürlich nicht gut für das Meer, wenn extrem viel Fisch entnommen wird, besonders, weil zum Beispiel Schleppnetzte Korallenriffe zerstören und oft Netzte oder Haken vom Fischen im Meer übrig bleiben in denen sich dann andere Tiere verheddern können. Deswegen ist es besonders wichtig keinen Fisch zu essen, bei dem man nicht weiß, dass er unter besseren umständen gefangen wurde. Besonders, weil das Meer so komplex ist und jedes Tier und jede Pflanze seine Rolle hat die wichtig für das gesamte Ökosystem ist. Außerdem ist es wichtig zu versuchen, seinen Plastikverbrauch möglichst zu reduzieren, weil ein nicht zu vernachlässigender Teil des Plastiks, das hier in Deutschland genutzt wird, irgendwann im Meer landet. Deswegen ist es auch eine gute Möglichkeit Müll sammeln zu gehen, da der Müll der heute in Flüssen oder in der Gegend rum liegt wahrscheinlich irgendwann als Mikroplastik im Meer landet. Man kann aber auch gegen den Klimawandel vorgehen, indem man sein Geld an einer umweltfreundlichen Bank anlegt oder weniger Fliegt und durch all diese dinge schützt man auch indirekt die Meere. Niemand erwartet, dass man perfekt ist aber ich denke es geht darum anzufangen und zu versuchen sich selbst immer weiter zu verbessern.          

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